Rolex Submariner 116610
Rolex Submariner

Die Geschichte der berühmten Taucheruhr

Rolex Submariner – all about

Die Rolex Oyster Perpetual Submariner gehört zu den berühmtesten Uhren der Welt, gut möglich, dass sie dabei sogar auf dem ersten Platz liegt. Wie kaum ein anderer Zeitmesser verbindet sie zwei ganz unterschiedliche Eigenschaften miteinander: Sie ist sowohl Luxusgut als auch professionelles Gerät. Über Jahrzehnte unter schwierigsten Bedingungen erprobt und weiterentwickelt, hat sich die Submariner im Unterwassereinsatz nicht nur bewährt, sondern zu Recht den Spitznamen „Mutter aller Taucheruhren“ erarbeitet.

Rolex Submariner 114060

Die einfachste Submariner im Sortiment, die Referenz 114060, ohne Datumsanzeige (Foto: Rolex)

Rolex Submariner 116610

Seit 1966 gibt es die Submariner auch mit Datum, hier die aktuelle Submariner Date, Ref. 116610LN (Foto: Rolex)

Ursprung einer Legende

In den 1940er-Jahren tat sich viel in Sachen Eroberung der Unterwasserwelt, so drehte beispielsweise Jacques-Yves Cousteau seinen ersten Unterwasserfilm. Die technische Weiterentwicklung autonomer Drucklufttauchgeräte machte es zunehmend leichter, in bisher unerreichbare Tiefen abzutauchen. Die Risiken in dieser für den Menschen potenziell hoch gefährlichen Umgebung blieben aber natürlich bestehen. War die Luftversorgung auch zunehmend sicherer, blieb die Gefahr von Dekompressionsunfällen aber unverändert hoch. Eine übermäßige Stickstoffsättigung unter dem erhöhten Umgebungsdruck größerer Tiefen ließ sich einzig und allein durch exakte Kontrolle der Tauchzeiten vermeiden, sprich: zuverlässige, präzise und unter Wasser einsetzbare Armbanduhren wurden benötigt.

First Rolex Oyster cushion shaped 1926

Mit seiner 1926 präsentierten wasserdichten Oyster war Rolex bereits an dem Thema dran… (Foto: Rolex)

Mit der Oyster ließ sich Rolex schon Mitte der 1920er-Jahre die erste wasserdichte Armbanduhr der Welt patentieren, deren Leistungsmerkmale schnell für Aufsehen sorgten. Fundament dieses Fortschritts war technische Innovation, ganz entscheidend dabei die verschraubten Gehäuseböden und Lünetten, sowie die verschraubbaren Aufzugskronen. Und dass die Oyster dem Wasser auch wirklich standhielt, bewies man der Welt medienwirksam mit der Ärmelkanal-Durchquerung der englischen Schwimmerin Mercedes Gleitze. Zehn Stunden im kalten Wasser konnten der Uhr nichts anhaben und der Grundstein für Rolex’ Expertise in Sachen Unterwasserwelt war gelegt.

Rolex Oyster Daily Mail 1927

Mit Mercedes Gleitze als erste Markenbotschafterin bewarb Rolex seine Neuentwicklung (Foto: Rolex)

Dann, zwei Jahrzehnte später, rüstete man sich für größere Tiefen. An der Initialzündung dieses neuen Projektes soll René-Paul Jeanneret, Mitglied des Rolex-Direktoriums, maßgeblich beteiligt gewesen sein. Selber Sporttaucher und darüber hinaus mit Jacques Cousteau befreundet, konnte er Rolex-Chef Hans Wilsdorf davon überzeugen, eine Taucheruhr zu entwickeln. Und so gab Wilsdorf, der Weiterentwicklungen in der Regel ohnehin recht zugeneigt war, den Startschuss für die Konstruktion der Submariner.

First Rolex Submariner 1953

Nach längerer Konzeptionsphase präsentierte Rolex 1953 die erste Oyster Perpetual Submariner (Foto: Rolex)

Als erste Armbanduhr garantierte die Submariner Wasserdichtheit bis 100 Meter Tiefe. Aus massivem rostfreien Edelstahl gebaut, war ihr robustes Oyster Gehäuse mit der neu entwickelten Twinlock-Aufzugskrone ausgestattet, deren doppeltes Dichtungssystem Feuchtigkeit sogar bei nicht komplett eingedrehter Krone abhielt. Für besonders gute Ablesbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen und in größeren Tiefen sorgten die mit Leuchtmasse beschichteten Zeiger und Indizes der Uhr. Und mit ihrer verstellbaren Drehlünette bot die Submariner dem Taucher jetzt endlich ein einfaches Instrument, um seine Tauchzeit planen und im Blick behalten zu können.

Rolex Twinlock Winding Crown

Die verschraubbare Twinlock-Aufzugskrone ließ sich Rolex patentieren (Foto: Rolex)

Und wie schon bei der Vorstellung der Oyster, wurde auch dieser Moment von einem spektakulären Ereignis begleitet. Der Schweizer Wissenschaftler Auguste Piccard unternahm mit seinem Tiefseetauchboot Trieste im Jahr 1953 eine Tauchfahrt bis in 3.150 Meter Tiefe. Rolex entwickelte hierfür die experimentelle „Deep Sea Special“, die Prof. Piccard an der Außenwand des U-Bootes befestigt in die Tiefe begleitete… um unversehrt und voll funktionstüchtig wieder an die Oberfläche zu gelangen. Knapp sieben Jahre später kam es zu einem weiteren aufsehenerregenden Rekordversuch der mittlerweile weiterentwickelten Trieste. Diesmal sollte es auf den Grund des Marianengrabens gehen, den bis dato tiefsten bekannten Punkt der Meere. Und auch dieses Mal begleitete eine, ebenfalls erneuerte, Version der Deep Sea Special den „Bathyskaphen Trieste“ bei seinem Abstieg. Auf eine Rekordtiefe von 10.916 Metern.

Rolex Bathyscaphe Trieste 1960

Die Bathyscaphe Trieste von 1960 (Foto: Rolex)

Rolex Deep Sea Special 1960

Die Deep Sea Special war auf den extremen Umgebungsdruck vorbereitet (Foto: Rolex)

Neun Stunden später tauchte die Trieste wieder auf und die Armbanduhr ging immer noch auf die Sekunde genau. Einer Tonne Druck pro Quadratzentimeter hatte sie standgehalten. Per Telegramm gratulierte Piccard Rolex: die Uhr funktioniere in 11.000 Meter Tiefe genauso gut wie an der Wasseroberfläche.

Rolex Jacques Piccard

Der glückliche Jacques Piccard nach dem Rekordtauchgang (Foto: Rolex)

Aber es war 1954 und Rolex stellte die junge Submariner auf der Basler Uhrenmesse dem allgemeinen Publikum vor. Dabei durchlief das Modell direkt zu Beginn diverse Veränderungen, was z.B. seine Beschriftung angeht, aber auch die Wasserdichtheit, die in kürzester Zeit von 100m auf 200m heraufgesetzt wurde.

Sehen Sie hier die wichtigsten Ereignisse in der Entwicklungschronik der Submariner!

Schnell machte sich die Submariner einen Namen als zuverlässiges Instrument, das auch unter anspruchsvollen Bedingungen noch präzise funktionierte. So entschied sich auch die britische Royal Navy schon im Jahr 1955 dafür, ihre Kampftaucher mit der Uhr auszustatten. Handelte es sich hierbei zuerst noch um Standardmodelle der zu diesem Zeitpunkt aktuellen Referenz 6538, wurden aber schon kurz darauf spezielle Sondermodelle auf Wunsch der Spezialkräfte angefertigt.

Mehr über diese mittlerweile äußerst begehrten Sondermodelle können Sie hier lesen!

 

Rolex Submariner Comex 1970

Unter Liebhabern heutzutage ebenfalls sehr begehrt sind die “COMEX”- Sondermodelle

In den 1960er-Jahren entwickelte sich das Tiefseetauchen rasant. Neue Techniken im Bereich des Sättigungstauchens unter Verwendung neuer Atemgasgemische ermöglichte es, die bisherigen Grenzen immer weiter auszudehnen. Das zunehmende Interesse an unterseeischen Rohstoffvorkommen, insbesondere der Offshore-Ölförderung, hatte hierbei einen nicht unerheblichen Anteil. Und so begann Rolex im Jahr 1963 eine Kooperation mit dem französischen Spezialunternehmen für Tiefseetauchen „COMEX“. Die Erfahrungen der Profitaucher bei ihren extremen Einsätzen waren von hohem Wert für Rolex und die Weiterentwicklung der Uhr. Dies führte schließlich auch dazu, dass Rolex im Jahr 1967 die nächste Generation seiner ultraresistenten Taucheruhr präsentierte: die Oyster Perpetual Sea-Dweller

First Rolex Sea-Dweller 1967

Die Sea-Dweller von 1967 war nun schon bis zu einer Tiefe von 610m wasserdicht (Foto: Rolex)

Hier erfahren Sie mehr über die Unterschiede zwischen Submariner und Sea-Dweller!

Zu diesem Zeitpunkt gibt es die Submariner nun auch mit Datum, ihre Wasserdichtheit liegt allerdings immer noch bei 200 Meter. Erst im Jahr 1979, jetzt mit neuem Saphirglas ausgestattet, wird diese auf 300 Meter erhöht. Natürlich bringen die folgenden Jahrzehnte umfangreiche Erneuerungen mit sich, Gehäuse und Armband werden mehrfach überarbeitet und die verwendeten Materialien konsequent weiterentwickelt. Aber „im Kern“ tickt sie jetzt äußerst beständig… wie man an ihrem Uhrwerk sieht: seit 1988 wird die Submariner vom legendären Rolex-Kaliber 3135 angetrieben, bis zum heutigen Tag. Diverse Innovationen, wie beispielsweise die von Rolex entwickelte, hoch widerstandsfähige Parachrom-Spirale, fanden ihren Einzug und machen dieses Werk, das übrigens den meisten Uhren von Rolex zugrunde liegt, zu einem der beliebtesten und zuverlässigsten Uhrwerke überhaupt.

Rolex Caliber 3135

Das Kaliber 3135 ist auf höchste Präzision, Robustheit und lange Wartungsintervalle ausgelegt (Foto: Rolex)

Detaillierte Informationen über das Kaliber 3135 und andere Rolex-Werke finden Sie hier!

Die letzte Neuvorstellung einer Submariner gab es im Jahr 2012, als Rolex auf der Baselworld die aktuelle Submariner „No-Date“ mit moderner Cerachrom-Lünette und neuem Oysterband präsentierte. Bedenkt man, dass sie 2018 ihren 65. Geburtstag feiert, darf man gespannt sein, wie die Zukunft der Oyster Perpetual Submariner aussieht…

Hier das offizielle Rolex-Video der Submariner Date:

 


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