Rolex Submariner

Nicht alle 007-Modelle waren im Auftrag Ihrer Majestät unterwegs

Rolex Submariner von James Bond

Als der legendäre britische Geheimdienstagent James Bond im Jahr 1962 die Leinwand betritt, tut er dies mit einer Rolex Submariner am Handgelenk. Etliche Einsätze im Dienste ihrer Majestät absolviert die Taucheruhr, bis sie 1989 in „Lizenz zum Töten“ ihre letzte Mission antritt.

„007 jagt Dr. No“ ist die Premiere für James Bond und seine Submariner (Foto: watchtime.net)

In Sammlerkreisen ist „James Bond Submariner“ ein stehender Begriff, der sich- bei knapp 30 Jahren Produktionszeitraum- allerdings auf etliche Referenzen bezieht. 6200, 6538 und 5510 waren dabei die ersten Submariner-Exemplare, die zum Einsatz kamen. Und zwar noch ohne den markanten Flankenschutz der Aufzugskrone.

Hier eine Submariner Referenz 6538 von 1959 (Foto: watchtime.net)

Wie viele Modelle Rolex in dem besagten Zeitraum produziert hat lässt sich kaum sagen, aber das Angebot an Submarinern mit Beinamen „James Bond“ ist heutzutage groß. Dementsprechend weit gestreut ist natürlich die Preislage. Man könnte sagen bei 10.000 € geht es los… und dann steigt es schnell an. Allerdings (und jetzt kommen wir zum Punkt): welche dieser Uhren war wirklich im Einsatz, mit „Lizenz zum Töten“, sozusagen? Da wird es schwierig! Eine „James Bond Submariner“ zu finden, die tatsächlich 007 bei seinen Aufträgen begleitet hat, ist beinahe unmöglich. Beinahe!

Diese Referenz 5513 aus „Leben und sterben lassen“ kam 2015 unter den Hammer (Foto: watchtime.net)

Zuletzt wurde im Jahr 2015 die oben abgebildete Referenz 5513 von 1972 vekauft, die Roger Moore in „Leben und sterben lassen“ trug. Die Uhr soll bei ihrer Versteigerung durch das Auktionshaus Phillips $365,000 gebracht haben. Dabei wurde die Uhr vorher schon bereits zweimal versteigert. 2001 ging sie bei einer Auktion von Christie’s für knapp 42.000 $ weg, 2011 brachte sie dann schon über 240.000 US-Dollar.

Aber schließlich konnte die Uhr auch weit mehr als bloß die Zeit anzeigen. Von Q, dem genialen Kopf der MI6 Entwicklungsabteilung, mit einer Kreissäge und starkem Magneten ausgestattet, war diese Submariner auf dem schmalen Grat zwischen Sieg und Vernichtung wieder einmal Bond’s letzte Rettung. Zu diesem Zweck wurden der Lünette Sägezähne verpasst, die mittels Druckluft und einer kleinen Turbinenkonstruktion angetrieben wurden (wozu allerdings das Uhrwerk weichen musste).

Der Antrieb der „Lünetten-Kreissäge“ (Foto: Christie’s)

Über diesen Ansatz wurde sie mittels Druckluft zum Laufen gebracht  (Foto: Phillips)

Bei der Magnetfunktion wurde dann schon etwas mehr geschummelt. Für den Trick, bei dem Bond das Kleid der italienischen Agentin mithilfe seiner Uhr öffnet, wurde in Wirklichkeit ein kleiner Draht benutzt. Was die Submariner 5513 „Live And Let Die“ zum Zeitpunkt ihrer Versteigerung übrigens nicht mehr konnte, ist die Zeit anzeigen. Dafür trug sie die Gravur “Roger Moore 007” auf dem Gehäuseboden.

Sehen Sie hier die Szene, in der 007 seine reparierte 5513 von Q erhält:

 


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