First Rolex Cosmograph Daytona 1963
Rolex Daytona

Der legendäre Rennfahrer-Chronograph im Überblick

Rolex Cosmograph Daytona – all about

Rolex Cosmograph Daytona… allein der Name lässt weltweit die Herzen von Uhrenliebhabern höher schlagen. Der geschichtsträchtige Rennsport-Chronograph ist in seinen knapp 55 Arbeitsjahren zum absoluten Kultobjekt geworden, gemeinsam mit der Rolex Submariner dürfte er heutzutage die Nummer-1-Ikone des Uhrenherstellers sein.

Rolex Cosmograph Daytona 116500LN, laterally right

Der Cosmograph Daytona in seiner aktuellen Gestalt, seit 2016 (Foto: Rolex)

Auf der Baselworld 2018 hat Rolex das neueste Sondermodell der Daytona vorgestellt, eine mit Edelsteinen besetzte Rainbow-Variante. Ein Jahr zuvor hatten drei ebenfalls ziemlich extravagante Daytona-Modelle das Licht der Verkaufsräume erblickt. Alle drei in Gold und zum ersten Mal mit dem sportlichen Oysterflex-Band.

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Die Referenz 116595RBOW von 2018 (Foto: Rolex)

Rolex Cosmograph Daytona 116518LN, laterally right

Die neueste Daytona, Ref. 116518LN, in Gelbgold (Foto: Rolex)

Mehr über die neuen Modelle der Baselworld 2017 können Sie hier lesen!

Ursprung und Namensgeber der Uhr

Seinen Namen hat der Cosmograph Daytona natürlich vom amerikanischen Geschwindigkeits-Mekka Daytona in Florida. Schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts fanden hier Geschwindigkeitsrennen am Strand statt, die regelmäßig mit neuen Rekorden für Aufmerksamkeit sorgten. Der harte Sandstrand von Daytona-Beach galt als ideale Rennstrecke, auf der zwischen 1903 und 1935 rund 80 offizielle Rekorde aufgestellt wurden. Einer der erfolgreichsten Rennfahrer war dabei der britische Weltrekordhalter Sir Malcom Campbell.

Daytona Bluebird 1935

Am Steuer seines Bluebird stellte Campbell 1935 mit 445 km/h seinen letzten Rekord am Strand von Daytona auf (Foto: Rolex)

Die Daytona-Legende Campbell war auch Rolex’ erstes Motorsport-Testimonial. Seit Beginn der 1930er Jahre trug der Rennfahrer eine Rolex Oyster bei seinen Rekordversuchen und war von der außergewöhnlichen Stoß- und Vibrationsfestigkeit der Uhr begeistert.

Rolex Oyster advertising 1935, Campbell

Diese Werbung von 1935 bezieht sich allerdings auf Campbells letzten offiziellen Rekord, den er in der Salzwüste von Utah aufgestellt hat (Foto: Rolex)

Bis Mitte der 1950er Jahre fanden Rennen am Daytona-Beach statt, so z.B. die legendären „Stock Car“-Rennen, auf einem Oval-Kurs, zur Hälfte auf dem Strand und zur Hälfte auf einer schmalen Strecke parallel zum Wasser. 1948 entstand dann hier auch die NASCAR, die „National Association for Stock Car Auto Racing“. Da die städtische Entwicklung der Gegend und die Verschlechterung der Sandstrecke zunehmend problematisch für die Strand-Rennen wurden, beschloss man schließlich, eine dauerhafte Rennstrecke mit hartem Untergrund zu bauen. Und so wurde 1959 der „Daytona International Speedway“ eröffnet, der zu diesem Zeitpunkt schnellste Kurs Amerikas und einer der ersten „Superspeedways“ der Welt.

Daytona Speedway

Der „Daytona International Speedway“ (Foto: Rolex)

Dieses faszinierende Video zeigt die Geschichte der Daytona im Überblick:

Seit den frühen 1960er Jahren findet Rolex regelmäßig Erwähnung als offizieller Zeitgeber des Daytona International Speedways. 1992 wird das Unternehmen dann Titelsponsor des Rennens, das von nun an „Rolex 24 At Daytona“ heißt. Die besten Rennfahrer der Welt kämpfen hier seitdem jährlich um die begehrte Trophäe, natürlich eine Rolex Cosmograph Daytona! Dabei ist das spektakuläre und extrem anspruchsvolle Langstreckenrennen neben den „24 Heures du Mans“ weltweit das einzige Sportwagenrennen der Spitzenklasse, bei dem Fahrer und Wagen 24 Stunden lang der Grenzbelastung standhalten müssen.

Rolex 24 At Daytona 2017 Winner

Die Sieger des Rolex 24 At Daytona 2017 mit ihren Trophäen (Foto: Rolex)

In diesem Artikel können Sie mehr über das Rennen und die begehrte Trophäe erfahren!

Die Uhr und ihre Entwicklung

Im Jahr 1963 präsentiert Rolex den speziell für Rennfahrer entwickelten Chronographen „Cosmograph“. Bereits 10 Jahre zuvor hatte sich das Unternehmen diesen Namen registrieren lassen und schon ab 1955 baute Rolex Chronographen wie die Referenz 6234, heutzutage äußerst begehrte sogenannte Pre-Daytona-Modelle. Allerdings trugen diese vorerst weder Cosmograph, noch Daytona auf dem Zifferblatt.

First Rolex Cosmograph Daytona 1963

Eines der ersten Cosmograph Daytona Modelle, Referenz 6239, von 1963 (Foto: Rolex)

Den Namen „Daytona“ fügte Rolex kurz nach Einführung der Uhr hinzu, um die Verbindung zu dem berühmten Rennen zu verdeutlichen, bei dem man bereits als offizieller Zeitnehmer aktiv war. Das fand wohl auf Wunsch der amerikanischen Rolex Tochtergesellschaft statt und wurde anfangs auch nur bei den für den US-Markt bestimmten Uhren angebracht. Nach und nach erhielten dann aber alle Uhren den roten, halbkreisförmigen „Daytona“-Schriftzug über dem Sechs-Uhr-Totalisator.

Rolex Daytona 116500LN Dial

Über die Jahre gab es Farbvariationen, aktuell tragen aber wieder alle Modelle den „Daytona-Schriftzug“ in Rot (Foto: Rolex)

Das besondere Merkmal der Uhr war die Tachymeterskala auf der Lünette. Diese Graduierung ermöglichte es, mithilfe des Chronographen-Sekundenzeigers Durchschnittsgeschwindigkeiten für bestimmte Distanzen zu messen. Darüber hinaus gab sie der Daytona ihren charakteristischen, technisch-sportlichen Stil.

Rolex Cosmograph Daytona 6239, 1963

Referenz 6239 von 1963 – Edelstahl ist seit jeher das bevorzugte Material der Daytona (Foto: Rolex)

Eine Spezialversion der Daytona kam um die Mitte der 60er-Jahre auf den Markt… und sollte die begehrteste Sammleruhr überhaupt werden. Um die Ablesbarkeit der Chronographenfunktion unter Rennbedingungen zu verbessern, war ihr Zifferblatt auf einem Band am Außenrand mit einer Sekundeneinteilung der Minuterie ausgestattet. Ihre Totalisatoren, in gleicher Kontrastfarbe wie das Band am Außenrand, waren darüber hinaus mit auffälligen „Klötzchenindizes“ versehen.

Rolex Cosmograph Daytona Paul Newman Dial

Die Daytona, Referenz 6239, mit „Paul Newman Dial“ (Foto: Rolex)

Diese Uhr fand im berühmten amerikanischen Schauspieler und Rennfahrer Paul Newman einen begeisterten Fan und es entstand der Begriff „Paul-Newman-Zifferblatt“. Modelle dieser Referenzen sind unter Uhrenliebhabern grundsätzlich seit langem äußerst gefragt, wobei jüngst ein ganz besonderes Exemplar den Besitzer wechselte. Eine Referenz 6239 aus dem Privatbesitz des Schauspielers wurde am 26.10.2017 für den Rekordpreis von 17.752.500 US-Dollar versteigert und ist damit jetzt die teuerste Armbanduhr der Welt.

Die teuerste Armbanduhr der Welt, versteigert vom Auktionshaus Phillips (Foto: phillips.com)

Lesen Sie hier mehr über die kürzlich versteigerte Daytona von Paul Newman!

1965 macht der Cosmograph Daytona einen wichtigen Entwicklungssprung. Ab jetzt ist die Uhr mit verschraubten Chronographen-Drückern ausgestattet und verfügt damit, ähnlich den Oyster-Modellen, über hohe Wasserdichtheit. Als Folge wurde dem „Cosmograph“ auf dem Zifferblatt dann auch die Beschriftung „Oyster“ hinzugefügt. Als weitere Neuerung erhält die Tachymeterlünette der Uhr eine schwarze Plexiglasscheibe, deren weiße Graduierung für verbesserte Ablesbarkeit sorgen soll.

Rolex Cosmograph Daytona 1965

Das 1965 vorgestellte Modell, mit verschraubbaren Chronographendrückern und schwarzer Plexiglas-Tachymeterlünette (Foto: Rolex)

Ende der 80er-Jahre, die Quarztechnik hatte sich allgemein etabliert, entschied sich Rolex für die nächste große Weiterentwicklung. 1988 wurde der Cosmograph Daytona zur Automatikuhr. Bei der Suche nach einem hochwertigen, auf dem Markt erhältlichen Chronographenwerk mit Selbstaufzugsmechanismus, entschied man sich für das „El Primero Werk“ von Zenith. Rolex tauschte diverse Komponenten des Werkes aus und reduzierte unter anderem die Unruhfrequenz von 36.000 auf 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, womit eine gesteigerte Gangdauer und längere Service-Intervalle erzielt wurden.

Rolex Cosmograph Daytona 1988

Aber auch äußerlich brachte das Modell von 1988 Veränderungen mit sich (Foto: Rolex)

Das somit neu entstandene Kaliber 4030 wurde strengen Prüfungen unterzogen, um die offizielle COSC-Chronometer-Zertifizierung für höchste Ganggenauigkeit zu erhalten. Ab diesem Zeitpunkt war auf dem Zifferblatt  „Superlative Chronometer Officially Certified“ zu lesen. Aber auch das Design der Uhr wurde überarbeitet. Mit 40 Millimetern vergrößerte Rolex das Oyster Gehäuse der Daytona um 4 Millimeter und verpasste ihm bei dieser Gelegenheit auch einen Kronenschutz. Die Tachymeterlünette wurde verbreitert und ihre gravierte Skala erhielt jetzt 400 Einheiten. Darüber hinaus bekam die Uhr neue Zeiger und Indizes, sowie die bis heute bekannten umrandeten Totalisatoren.

Rolex Cosmograph Daytona 1988 dial

Seit 1988 ist die Daytona massiver und mit zahlreichen Design-Veränderungen versehen (Foto: Rolex)

Das Jahr 2000 bringt den nächsten großen Daytona-Coup: Rolex präsentiert das Kaliber 4130, sein komplett selbstentwickeltes Chronographenwerk und macht den Cosmograph Daytona damit zur vollkommenen Manufaktur-Uhr. Das auch aktuell noch verbaute Hochleistungs-Kaliber mit 72 Stunden Gangautonomie bietet dank vertikaler Kupplung nun ein ruckfreies Anlaufen des Stoppsekundenzeigers.

Rolex Cosmograph Daytona 2000

Der Cosmograph Daytona von 2000, der erste mit dem neuen Kaliber 4130 (Foto: Rolex)

Rolex Caliber 4130

Rolex Kaliber 4130 (Foto: Rolex)

Mehr über das Kaliber 4130 und andere Rolex-Werke erfahren Sie hier!

Zum 50-jährigen Jubiläum stellt Rolex im Jahr 2013 eine Platinversion mit brauner Keramiklünette vor. Auf der Baselworld 2016 präsentiert man dann die aktuellen Edelstahl-Varianten des Cosmograph Daytona, die Referenz 116500LN. Die beiden neuen Modelle, mit schwarzem oder weißen Zifferblatt, sind nun auch mit der neuen Cerachrom-Monoblocklünette ausgestattet, die erstmals 2011 bei einer Daytona aus Everose-Gold zum Einsatz kam.

Das Jubiläumsmodell von 2013 aus Platin 950, Preis auf Anfrage… (Foto: Rolex)

Rolex Cosmograph Daytona 116500LN, black

Der Cosmograph Daytona in Edelstahl von 2016, Referenz 116500LN (Foto: Rolex)

Sehen Sie hier die aktuellen Daytona-Modelle und ihre Preise in der Übersicht!

Dieses Video zeigt schön die neuesten Modelle im Vergleich zu ihrem Vorgänger:

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt im November 2017.


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