Rolex Submariner Red Sub, 1970
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Wie schützt man sich am besten vor einem Reinfall?

Rolex gebraucht kaufen – was Sie beachten müssen

Qualität, Prestige, Alltagstauglichkeit… Gründe für den Kauf einer Rolex gibt es mehr als genug. Ob es ein neues Modell oder eine gebrauchte Uhr sein soll, dürfte in vielen Fällen eine Frage des Geldbeutels sein, aber sicher nicht in allen. Manch einem gefallen ältere Modelle schlicht besser, nicht selten kommt dann natürlich noch der interessante Aspekt „Wertsteigerungs-Potential“ hinzu.

Rolex Sea-Dweller 16660

Dieses Modell einer Sea-Dweller hat etliche Jahre auf dem Buckel… ist aber trotzdem kein Schnäppchen!

Was auch immer Sie aber nun dazu bewegt über den Kauf einer gebrauchten Rolex nachzudenken, auf Folgendes sollten Sie dabei achten:

Die entscheidenden Kriterien beim Gebrauchtkauf

Der Kaufgrund

Das weiß natürlich jeder selbst am besten, klar! Auf zwei Punkte wollen wir hier aber doch kurz eingehen. Wie bereits geschrieben, ist ein eingeschränktes Budget natürlich ein guter Grund sich nach einer gebrauchten Rolex umzusehen. Aber welches Modell soll es sein? „Am liebsten eine Submariner, weil die aber auch gebraucht nicht wirklich günstig sind, evtl. doch eher eine Oyster Perpetual?“ Hauptsache Rolex, das kommt häufiger vor als man denkt. Und ist ja auch nicht unbedingt verkehrt, spricht der Name doch allgemein für Qualität. Seine Wunschvorstellung aus Kostengründen herunterzuschrauben ist dennoch bedenklich, zumindest sollte man dabei folgendes im Blick haben. Wirkung und Tragegefühl einer Uhr haben u.a. mit Größe und Gewicht zu tun! Nun geht der Trend seit geraumer Zeit in Richtung immer größerer Zeitmesser. Wer jetzt im Grunde seines Herzens für eines der sportlich-robusten Professionell Modelle von Rolex schwärmt, beispielsweise einer Sea-Dweller, sozusagen als Ersatz aber „erstmal“ ein wesentlich schlichteres und erschwinglicheres Modell kauft… der wird wahrscheinlich nur schwerlich die wahre Befriedigung am Arm spüren.

Rolex Oyster Perpetual Explorer, wristshot

Die Explorer gehört noch zu den schlichteren Modellen, für die es aber viele interessante Angebote gibt

Mit anderen Worten: vielleicht macht es ja Sinn den Traum noch etwas reifen zu lassen, bevor man ihn sich nur halb erfüllt!? Andere Hersteller produzieren ja durchaus auch Qualität, darunter einiges zu günstigeren Preisen. Nicht als Ersatz, sondern schlicht um eine gute Uhr zu haben, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Der andere erwähnenswerte Punkt hat mit der so häufig beschriebenen „positiven Preisentwicklung“ bei Rolex zu tun. Eine Wertsteigerung, wie sie bei vielen Modellen der Marke zu beobachten ist, veranlasst zunehmend mehr Uhrenliebhaber sich als Spekulanten zu betätigen. Das geht häufig gut und die Gefahr eines Totalausfalls ist bei einer Rolex nur schwer vorstellbar (Echtheit und einen entsprechenden Zustand vorausgesetzt, aber dazu später mehr). Dennoch, so groß das Wertsteigerungs-Potential auch sein mag, das Angebot an Rolex Modellen in den unzähligen Verkaufsräumen dieser Welt ist größer! Umfangreiche Recherche und Fachwissen sind sehr empfehlenswert wenn es darum geht die Verkaufspreise der jeweiligen Modelle realistisch einzuschätzen.

Rolex Deepsea D Blue, Sea-Dweller, Daytona

Mehr zum Thema Wertsteigerung bei Rolex Uhren finden Sie hier!

Seriosität des Verkäufers

Die Qualität einer gebrauchten Rolex zu beurteilen ist eine komplexe Angelegenheit. Es gibt umfangreiche Literatur dazu und wir gehen im weiteren Verlauf noch detailliert darauf ein. An dieser Stelle fassen wir aber erst einmal zusammen: es ist schwierig! Und sogar Experten täuschen sich mal. Da geht doch nichts über die unumstößliche Sicherheit einer Herstellergarantie, sprich den Kauf bei einem zertifizierten Rolex-Händler. Nun sind die natürlich eher auf neue Uhren spezialisiert und wohl kaum die preisgünstigste Quelle für gebrauchte Modelle… dennoch, hier fährt man am sichersten! Dann kommen die großen Händler, ob greifbare Geschäftsräume oder Online Verkaufsportal. Viele der mitunter über Jahrzehnte etablierten Juweliere und Händler, sowie die großen Internet-Plattformen bieten einiges an Sicherheiten. Ob 1000 Tage Garantie oder Trusted Seller Zertifikat, dort sitzen Experten die viel von der Materie verstehen und in einer hochvernetzten Welt mit ihrem guten Ruf für ihre Expertisen einstehen müssen. Dazu werden gebrauchte Uhren hier vor einem Verkauf normalerweise einem umfassenden Service-Check und evtl. auch einer Wartung unterzogen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr! Rolex selbst bezieht hier eine sehr klare Position: entweder offizieller Rolex Fachhändler, oder die Gewährleistungen erlöschen. Denken Sie nun aber doch über den Kauf einer Uhr von schwer zu beurteilender Herkunft nach? Tauschen Sie sich mit Leuten aus, die etwas davon verstehen und ihr Wissen gerne teilen! Die großen Rolex Foren sind da eine gute Adresse. Und lesen Sie weiter!

Die Echtheit der Uhr

Ein sehr heikler Punkt! Rolex-Uhren gelten als die am meisten kopierten und gefälschten Uhren überhaupt und bedenkt man, wie billig mancherorts produziert und anderenorts verkauft wird… kurz, die Gefahr viel Geld für eine Fälschung auszugeben, ist groß! Und nur ein Ratschlag ist hier wirklich seriös: lassen Sie die Uhr von einen vertrauenswürdigen Fachmann prüfen!

Rolex Cosmograph Daytona, black and white, live

Vom Cosmograph Daytona soll es mehr Fälschungen als Originale geben

Aber woran erkennt man, ob man eine originale Rolex vor sich hat, oder einen Fake? An vielen Details! Und da es sich hierbei um ein so interessantes wie umfangreiches Thema handelt, möchten wir Ihnen an dieser Stelle unseren Artikel empfehlen, der sich genau damit befasst!

In welchem Zustand befindet sich die Uhr?

Tja, in welchem Zustand sollte sich eine gebrauchte Uhr denn überhaupt befinden? „Möglichst gut“ wäre eine schön einfache Antwort, die in vielerlei Hinsicht natürlich auch zutrifft. Aber es ist komplexer! Gerade unter Liebhabern herrscht keineswegs Einigkeit darüber, welcher Zustand bei einer Uhr der erstrebenswerteste ist. Wurde die Uhr mittels Austausch von Teilen (mit belegter Historie wäre schön…) ihrem Ur-Zustand wieder möglichst nah gebracht, oder ist das genaue Gegenteil der Fall. Kratzer an Band und Gehäuse, ein ausgeblichenes Zifferblatt und sogar feine Risse im Glas. Spuren des wahren Lebens eben, das macht für viele den Charme einer Vintage-Uhr aus. Zum Glück muss man über Geschmack nicht streiten.

Rolex Vintage Submariner Ref. 5512

Eine Submariner, hier eine Ref. 5512, ist nun mal für den Einsatz gemacht!

Klarer ist der Fall bei Sammler-Objekten, bei denen der Wert und dessen möglichst positive Entwicklung im Vordergrund stehen. Hier zählt vor allem eins: Originalzustand! Ein Kratzer am Gehäuse von Steve McQueens Submariner, verursacht durch einen missglückten Stunt beim „Bullit“-Dreh, würde wahrscheinlich kaum einen Sammler stören. Aber davon mal abgesehen sind Originalzustand, Schadensfreiheit und einwandfreies Funktionieren die entscheidenden Faktoren.

Apropos Steve McQueens Submariner: hier gibt’s eine!

Aber wie prüft man den Zustand einer Rolex und worauf gilt es dabei besonders zu achten? Wir dürfen uns kurz wiederholen: der Rat eines vertrauenswürdigen Fachmanns ist unersetzbar! Aber davon mal abgesehen möchten wir Ihnen doch einige Grundkenntnisse anvertrauen, mit denen sie eine Uhr durchaus schon mal auf Herz und Nieren prüfen können.

  • Nehmen Sie die Uhr genau unter die Lupe! Genau, ein Vergrößerungsglas macht für die Inspektion des guten Stücks absolut Sinn!
  • Wasserschäden gehören zu den größeren Problemen bei älteren Uhren. Ob durch eine nicht richtig verschraubte Krone, mangelhafte Dichtungen, oder evtl. sogar ein defektes Uhrglas… ist erst mal Feuchtigkeit in die Uhr eingedrungen, richtet sie hier in den meisten Fällen ernsthaften Schaden an. Achten Sie auf Zeiger und Zifferblatt und dabei insbesondere auf die Leuchtmasse! Diese reagiert schnell und stark auf Wasser, verändert normalerweise Form und Farbe und löst sich häufig sogar teilweise ab. Gerade auf den Zeigern sind evtl. Korrosionsschäden sichtbar.
  • Und wie sieht das ganze im Dunkeln aus, tut die Leuchtmasse noch was sie soll, oder zeigt sich ein ungleichmäßiges Leucht-Bild?
  • Bei einem möglichen Wasserschaden setzen sich die Probleme natürlich schnell ins Innere der Uhr fort. Das müssen Sie sich genau ansehen, ein Aufschrauben der Uhr um einen Blick auf das Werk zu werfen, ist unerlässlich (und übrigens auch eine der Maßnahmen die am schnellsten eine Fälschung entlarvt). Nun gilt es nach Rostspuren zu suchen, wobei natürlich Versuche unternommen worden sein können, diese zu entfernen bzw. zu kaschieren. Schauen Sie sich gut das Gehäuseinnere rund um die Aufzugwelle an!
  • Wenn auch kein Wasserschaden, so ist allgemeine Verschmutzung natürlich auch von Bedeutung. Zumindest eine Revision, mit entsprechenden Kosten, ist hierbei mit ziemlicher Sicherheit einzuplanen.
  • Aber was hilft es, wenn alles gut aussieht und die Uhr nicht funktioniert? Das testet man natürlich auch! Fangen Sie doch mit dem Einstellen von Zeit und Datum an. Bewegen sich Krone, Zeiger und Datum einwandfrei, also ohne auffällige Geräusche und Reibungen? Sollte das Modell über spezielle Ausstattungsmerkmale wie eine Zeitzonenanzeige oder eine Chronographen-Funktion verfügen, schaut man sich diese natürlich ebenfalls genau an. Sinnvollerweise hat man sich dazu im Vorfeld mit der Bedienung der entsprechenden Funktionen vertraut gemacht, was mittels kurzer Internetrecherche leicht zu bewerkstelligen ist.

Sollten nun an irgendeiner Stelle Zweifel aufgekommen sein, gilt wie beinahe immer: lieber noch mal drüber schlafen… und einen Experten konsultieren! Ansonsten wünschen wir ihnen viel Glück beim Kauf eines schönen Zeitmessers und einen langen Tragegenuss!


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